Respekt … was soll das sein ?

Vergesst Ausländerhass, Rechtsextreme, Linksextreme, Populismus und alles andere.

Was Herr Müller hier ab Minute 5:33 sagt, sollten sich unsere politischen Akteure mal hinter die Ohren schreiben.

Anstatt dem „Volk“ vorzuleben, wie man die Sicht des Anderen ständig maximal zu diskreditieren versucht, sollte man zur Abwechslung mal versuchen, die Perspektive des Anderen einzunehmen.
Das geht auch insgeheim und im Privaten … in einer ruhigen Minute.

Denn eines ist sicher richtig:

Wir haben ein Problem mit Fremdenhass … aber nicht so, wie wir alle meinen:

Die Hass-Linie verläuft nicht zwischen Deutschen und Ausländern.
Die Hass-Linie verläuft:

Zwischen Intellektuellen und Arbeitern.
Zwischen Elite und Normalos.
Zwischen sogenannten Gewinnern und Verlierern.

Das Problem:

Früher gab es noch etwas mehr Solidarität innerhalb der Bevölkerung.

Es gab noch mehr Sinn für Respekt und Zusammengehörigkeit.
Unter anderem auch deshalb, weil die „schlechten Zeiten“ der Nachkriegszeit noch nicht so weit zurücklagen.
Man hat noch auf die Älteren gehört. Und die wussten noch, daß man zum Überleben in schlechten Zeiten auf jeden anderen angewiesen ist.
Und sie wussten daher auch den Wert der Familie mehr zu schätzen.
Der Wert auch vermeintlich „niederer“ Tätigkeiten wurde noch höher geschätzt.
Der „Arbeiter“ konnte noch stolz auf sich sein … sein Wert für die Allgemeinheit war anerkannt.

Heute braucht man sie nicht mehr. So glaubt man.
Und was passiert ?
Es entstehen zwei Fronten innerhalb der Gesellschaft:

Die politisch korrekte Front:

Die vermeintlich intellektuelle, weil sehr oft geisteswissenschaftlich gebildet und eloquente Pseudo-Elite.
Deren hoher Wert für die Gesellschaft wird fataler Weise nicht hinterfragt.

Die politisch inkorrekte Front:

Die vermeintlich dumme, weil geisteswissenschaftlich nicht gebildete und somit automatisch von der politisch korrekten Front zum Verlierer erklärten Pseudo-Rassisten.

Was also sind die Fragen, die man in Tagesschau und bei Anne Will wirklich beleuchten müsste ?
Schaffen wir wirklich ein friedlicheres, respektvolleres Klima in unsrer Gesellschaft, indem wir fortwährend grosse Teile der eigenen Bevölkerung diskriminieren und ausgrenzen ?
Wenn wir Ihnen automatisch Fremdenfeindlichkeit vorwerfen, nur weil sie aus einem Gefühl der Bedrohung und Benachteiligung argumentieren ? Ohne uns wirklich für Ihre konkrete Lebenssituation zu interessieren ? Oder nur, um ja selbst nicht zu den gesellschaftlich Benachteiligten zu gehören, von denen wir glauben, uns möglichst deutlich distanzieren zu müssen ?

Oder wäre es für uns alle besser, uns erstmal wieder ehrlich um den Respekt untereinander zu bemühen?
Zu begreifen, daß niemand ein Looser ist – nur weil er nicht so schön sprechen kann und nicht Germanistik, Soziologie oder Journalismus studiert hat ?

Im Bild vom „Deutschland als Familie“ gesprochen:

Schwierige Kinder brauchten schon immer besonders viel Liebe. Gute Eltern wissen, daß sie den eigenen Kindern besonders viel Liebe und Aufmerksamkeit schenken müssen –
bevor sie fremde Pflegekinder aufnehmen.
Da hilft es sicher nicht, die einen in die gute (linke) und die ganz schwierigen in die böse (rechte) Ecke zu stellen.

Denn wie schon Helen Keller schrieb:

„Liebe mich dann am meisten, wenn ich es am wenigsten verdient habe.
Denn dann brauche ich es am nötigsten.“
Und ja: Helen Keller brauchte es:
Sie war blind und taub – wir sind es nicht. Oder ?

…wir schaffen das, Euer heartonsleeve.

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