Scheidung mit Kindern

 

Nach 2 Jahren Trennungskrieg der psychologischen Sorte im selben Haus…mit 2 pubertierenden
Kindern die ich liebe und einer untreuen Frau die mich hasste – möchte ich folgendes
zu Protokoll geben:

1. Deine Frau hat einen Anderen, die Kinder bleiben bei Ihr: Geh – sofort
2. Deine Frau hat einen Anderen, die Kinder bleiben bei Dir: Schmeiss Sie raus – sofort
3. Deine Frau will die Trennung: Versuche herauszufinden, ob 1. zutrifft – solange: Versuche alles
für 2 Monate – dann: Geh oder lass sie gehen.
4. Weder 1 noch 2 trifft zu – Du liebst Deine Frau nicht mehr, aber Deine Kinder: Versuche alles – Rede
5. Weder 1 noch 2 trifft zu – Deine Frau liebt Dich nicht mehr, aber Du Deine Kinder: Versuche alles – Rede

Zu 1.
Es spielt keine Rolle mehr, ob auch 3. zutrifft und sie die Trennung will: Eure Beziehung ist beendet.
Du willst sie nicht mehr.
Mach Dir nicht vor, Du könntest hier noch etwas retten. Mit Sicherheit nicht hier.
Wahre Deinen Stolz und Deine Männlichkeit. Jede Sekunde in Ihrer Nähe zehrt an Deinen Kräften
und macht Alles nur schlimmer.
Sobald Du weg bist, ist ein wesentlicher Kick für Ihre neue Beziehung auch „zur Tür hinaus“. Glaub mir.
Die Kinder kannst Du nicht zwingen mitzukommen. Du ersparst Ihnen sehr viel Kummer,
wenn Du sie nicht eurem Psychokrieg aussetzt. Das würde eurem Verhältnis mehr schaden als nützen.
Gegen die Mutter, zumal wenn Sie ihren Einfluss voll einsetzt,  hat der Vater keine Chance.
Nicht auf die nahe Distanz – nicht im selben Haus.

Zu 2.
Es gilt dasselbe wie zu 1. – nur dass Sie sofort gehen muss. Sie wird Ihr schlechtes Gewissen
den Kindern gegenüber damit mindern wollen, daß Sie Dein Standing bei den Kindern untergräbt.
Das geht mit falschen Behauptungen, Opferrolle, Liebesentzug, schlechtes Gewissen machen
beim zwanglosen, alltäglichen Umgang der Kinder mit Dir. Sie werden sich immer mehr zurückziehen
und den Kontakt mit Dir…nicht mit Ihr…immer mehr meiden.
Tu den Kindern und auch Dir das bitte ! nicht an.

zu 3.
… es steht alles schon da – die 2 Monate sind für Dich ein Limit. Ab dann muß Sie spüren,
daß Du auch zu Konsequenzen fähig bist. Zu einer Beziehung gehören 2 – zu einer Trennung reicht Einer.
Behalte das immer im Gedächtnis.

Zu 4. und 5.:
Es ist wahr, daß Deine Familie das allerhöchste Gut für Dich ist. Rede mit Deiner Frau,
sei für Deine Familie präsent, mit all Deinem Herzen und Deiner ganzen Aufmerksamkeit.
Lass alle! Ablenkungen sein, alle Gedanken an andere Frauen,
daran, was Dir Deine Frau vielleicht nicht geben kann, alle sonstigen Kränkungen Deines Egos.
Geht zu einer Eheberatung und macht auch Einzeltherapien. Sprecht offen miteinander über Dinge,
die Euch fehlen und was Ihr euch gegenseitig bedeutet.
Noch kannst Du Dir nicht im entferntesten Vorstellen, was 1. und 2. für Dich bedeuten werden !

Die 3 fatalsten Denkfehler in meinem Fall waren folgende:

Denkfehler 1: Du darfst nicht gehen
falsch, denn: Du musst gehen – Du darfst auf keinen Fall bleiben.

Denkfehler 2: Du verlierst Deine Kinder
falsch, denn: Deine Kinder werden Dich immer lieben.

Denkfehler 3: Du musst die Kinder und Familie retten
falsch, denn: es gibt kaputte Familien, die zusammenleben. Du rettest nichts durch einen verschleppten Kriegszustand…
Du zerstörst höchstens noch letzte, heilgebliebene Reste.

Kinder: Wenn die Kinder nicht mehr zu Dir wollen, weil sie sie entsprechend „bearbeitet“ hat:
Geh auch auf Abstand – halte Kontakt, aber bettle nicht um gemeinsame Unternehmungen.
So willst Du das dann auch nicht. Früher oder später gehen Kinder aus dem Haus –
manchmal auch Väter…ist nichts Neues.

Anwalt:
Falls es um Besitz geht, nimm Dir einen guten Anwalt – Ansonsten spar Dir das Geld und lass sie
die Scheidung einreichen…da muss sie einen Anwalt haben.

Psychologen:
Wenn Du Unterstützung für Dein neues Leben brauchst: Such Dir einen guten – besser noch:
ein Freund und 60 Kumpels. Versuche nicht sie für Dich zu gewinnen. Trennung ist alltägliches Geschäft
… und die Schuldfrage existiert nur für Dich.

Detektiv:
Für die Fälle 1 bis 3 prophylaktisch, falls Sie später Unterhalt für sich verlangt –
da gibt’s einen § zum Thema Unbilligkeit.
Eigenversuche schaden nicht, werden aber evtl. nicht anerkannt (Schutz des gesprochenen Wortes, etc).

*ich spreche hier ausschliesslich nur von Trennungen mit beteiligten Kindern (!) –
alles Andere ist eine komplett andere Kategorie.

P.S.: Es gäbe noch sooo viel zu sagen zu dem Thema.
Aber um in der existentiellen Extremsituation* handlunsfähig zu bleiben, ist diese Richtschnur
auf jeden Fall hilfreich und hätte mir selber viel erspart.
Wen meine Geschichte näher interessiert: jederzeit gerne per mail.

We are growing only through pain … väterliche, zuversichtliche Grüsse, Euer heartonsleeve.

... es war mir ein Fest :-)
… es war mir ein Fest 🙂

 

 

 

 

 

Wenn Du mir Deine Ansicht dazu schreiben magst, würde mich das natürlich freuen:

Das Internet ist voll von Ratschlägen zum Thema Scheidung.

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